Zeit für eine erste Auswertung.

Vor zwei Wochen startete unsere Kampagne. Zeit für eine erste Auswertung.

Kurz nach Veröffentlichung der Kampagne erhielten wir bereits erste Rückmeldungen von Mitstreiter*innen und konnten so einige Erfahrungen sammeln.
Es freut uns sehr, dass Leute so kurz nach dem Start von ZeiKa direkt die Initiative ergriffen haben und sich an der Offensive gegen rechte Propaganda in Düsseldorf beteiligen. Einer dieser Besuche provozierte bereits eine hier einsehbare Mail eines Kiosks.

Vergangenes Wochenende zog dann eine Gruppe Antifaschist*innen los und suchte 15 Verkaufsstellen rechter Zeitschriften auf. Dabei gab es ein breites Spektrum an Reaktionen, welche wir euch nicht vorenthalten wollen:

Das Erfreulichste vorweg: Der Besuch eines Zeitschriftenhandels, dessen Inhaber mit den Worten „Was?! Weg mit der rechten Scheiße“ das Compact-Magazin aus dem Regal griff und entsorgte.

Einige Kiosk-Angestellte nahmen unsere Infos zwar wohlwollend an, müssen aber erst Rücksprache mit ihren Vorgesetzten halten. Hier gilt es nochmal nachzuhaken. Auf unserer Karte sind diese Büdchen farbig hervorgehoben.

Wie zu erwarten, gab es unter den Kiosken auch einige, denen es völlig egal war, was sie da für rechten Müll verkaufen. Mit einem Schulterzucken und den Worten „Rechte, Linke, Juden – Ist mir egal, ich verkauf das einfach“ drückte ein Verkäufer sein völliges Desinteresse an unserem Aufklärungsversuch aus und sah sich auch nicht in Verantwortung, sich gegen rechtes Gedankengut zu positionieren.

Andere führen die Zeitschriften auf direktem Wunsch einzelner bedenklicher Kund*innen und möchten daher die Zeitschrift/en nicht aus dem Sortiment entfernen. Auch diese Orte sind inzwischen an den farbigen Markern auf der Karte zu erkennen. Seht es als Einladung, dort mal vorbei zu schauen.

ZeiKa, Düsseldorf, 15. Februar 2017