Junge Freiheit

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  • Verlag und Herausgeber: Verlag Junge Freiheit GmbH
  • Geschäftsführer/Chefredakteur: Dieter Stein
  • Auflage: ca. 28.000 (verkauft)
  • wöchentlich

Die Junge Freiheit bezeichnet sich selbst als eine „Wochenzeitung für Debatte“. Dabei möchte sie politisch offener wirken, als sie eigentlich ist. Die junge Freiheit ist sowohl hinsichtlich ihrer Leserschaft, als auch ihrer Autoren, ein Bindeglied zwischen rechtskonservativen und extrem rechten Kreisen.

Die Zeitung erscheint bereits seit 1986 und startete zu dem Zeitpunkt als eine Schüler- und Studentenzeitung. Nicht zuletzt durch die Unterstützung rechter Burschenschaften wuchs sie zu einem bundesweit erscheinenden Medium an. Heute hat die in Berlin erscheinende Junge Freiheit allein eine Auflage von etwa 26.000 verkauften Exemplaren. Ihre Leserschaft bezeichnet sie dabei selbst als „gebildet, einkommensstark und politisch interessiert“, was sie aus von ihr in Auftrag gegebenen Statistiken ableitet (1). Dementsprechend gibt sich die Junge Freiheit in ihren Artikeln oft vermeintlich seriös und betont intellektuell.

Inhaltlich schließt die Zeitung oftmals an rechtskonservative Themen an. Zum Beispiel wird in der Debatte um einen vielfältigen Sexualunterricht unter der Überschrift „Schule muss neutral bleiben“ von einer „Indoktrination schwul-lesbischer Lobbygruppen“ (2) gesprochen. Die Situation, dass Menschen vor Krieg und Terror fliehen müssen, wird von der Zeitung als ein von „Transatlantischen Denkfabriken“ geförderter „Gewaltakt gegen Europa“ bezeichnet, da dies „Kriminalität und Terrorgefahr steigen“ ließe (3).

Überaus positiv berichtet die Junge Freiheit seit deren Aufstieg über die AfD. Zahlreiche AfD-Funktionäre wurden interviewt oder wohlwollend porträtiert. Das gute Verhältnis gilt beiderseitig, so sagte der stellvertretende Sprecher der AfD, Alexander Gauland: „Wer die AfD verstehen will, muss die Junge Freiheit lesen“. Der Erfolg der AfD wird von der Jungen Freiheit selbst als ein Erfolg für die Demokratie bezeichnet. Gleichzeitig schreibt die Junge Freiheit auch positiv über aktionsorientierte Gruppierungen, etwa über PEGIDA oder die extrem rechte Identitäre Bewegung. Letzterer bot sie unter anderem mit einem Interview die Möglichkeit zur Selbstdarstellung (4).

(1) https://jungefreiheit.de/informationen/ueber-den-verlag/
(2) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/schule-muss-neutral-bleiben/
(3) https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/gewaltakt-gegen-europa/
(4) https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2016/viele-passanten-haben-uns-applaudiert/