National-Zeitung

  • Verlag und Versandhandel: DSZ Druckschriften- und Zeitungsverlag GmbH
  • Geschäftsführung: Regine Frey
  • Auflage: ca. 38.000
  • wöchentlich

Die National Zeitung wurde 1950 als „deutsche Soldatenzeitung“ gegründet. Gründer war der ehemalige NSDAP-Kreisleiter Damerau, zusammen mit Obersten der Wehrmacht und Waffen-SS und einem General der Waffen-SS. Die erste Ausgabe der deutschen Soldatenzeitung erschien im Juni 1951, mit einer wöchentlichen Auflage von 30.000 Exemplaren.(1)

Bereits damals bestimmten Leugnungen und Verharmlosungen der nationalsozialistischen Verbrechen, sowie antikommunistische und antigewerkschaftliche Artikel den Inhalt. Autoren waren hauptsächlich Generäle, Offiziere.
Es wurde ideologisch an den Leitbildern deutscher Soldaten der NS-Zeit angeknüpft. Ihre Leserschaft lag hauptsächlich in ehemaligen Wehrmachtssoldaten die „ihre soldatischen und nationalistischen Weltbilder bestätigt bekamen: rechtsextreme Vergangenheitsbewältigung durch Rechtfertigung lebensgeschichtlich erworbener Normen- und Wertemuster“.

Im August 1960 übernahm Gerhard Frey, späterer Gründer der rechtsextremen Deutschen Volksunion (DVU) die Zeitung, und wurde Alleinbesitzer, Herausgeber und Chefredakteur der DSZ.(2)
Er behielt diese Position bis zu seinem Tod 2013 inne, danach übernahm seine Frau Regine Frey.

1968 wurde die Zeitung in „Deutsche National-Zeitung“ umbenannt.(4) Frey verfolgte das Ziel, die Zeitung als Wochenzeitung für das gesamte rechte Spektrum zu etablieren.(5)
Auch heutzutage fällt das mittlerweile nur noch „’National Zeitung“ genannte Hetzblatt, durch antisemitische, rechtsextreme und geschichtsrevisionistische Schlagzeilen:
„Wie lange noch deutsche Selbstgeißelung?“(6) und „Kommen Millionen Afrikaner? So kann der Ansturm gestoppt werden.“(7)

Die „National-Zeitung“ bot dem verurteilten Holocaustleugner David Irving regelmäßig ein Forum für seinen menschenverachtendes Schreibgut.
So verwundert es kaum das die NZ im Jahr 2007 ausführlich über die Strafprozesse und Haftstrafen gegen rechtsextremistische Revisionisten wie David Irving, Ernst Zündel und Gerd Honsik berichtete und sich mit diesen Verbrechern solidarisierte.

Seit über 65 Jahren verbreitet die National-Zeitung ihren menschenverachtenden Dreck, Zeit dem endlich ein Ende zusetzen.

 

(1) Peter Dudek und Hans-Gerd Jaschke: Die Deutsche National-Zeitung. Inhalte, Geschichte, Aktionen. Pressedienst Demokratische Initiative, München 1981, ISBN 3-88206-023-9, S. 18.
(2) Günther Paschner: Falsches Gewissen der Nation. Deutsche National-Zeitung und Soldaten-Zeitung. Hase & Koehler, Mainz 1967, S. 15f.
(3) https://www.national-zeitung.de/impressum.html
(4) Günther Paschner: Falsches Gewissen der Nation. Deutsche National-Zeitung und Soldaten-Zeitung. Hase & Koehler, Mainz 1967, S. 20f.
(5) Handbuch Rechtsradikalismus, Thomas Grumke und Bernd Wagner (Hrsg.), Leske + Budrich,
2002
(6) In: „National-Zeitung“ Nr. 27/2007, 29.6.2007, S. 11.
(7) In: „National-Zeitung“ Nr. 30/2007, 20.7.2007, S. 1.